Dr. Oetker Stories
Wittenburg ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte von Dr. Oetker im Norden. Seit 1992 entstehen hier Pizzen für nationale und internationale Märkte – heute rund eine Million Stück täglich.
31.3.2026 • Hinter den Kulissen
Wer auf der A24 zwischen Hamburg und Berlin unterwegs ist, kann das Dr. Oetker Werk in Wittenburg bereits aus der Ferne erkennen. Der Standort liegt mitten in Mecklenburg-Vorpommern und zählt zu den modernen Lebensmittelproduktionsanlagen des Unternehmens.
Seit dem Start der Produktion des „Ristorante“-Sortiments im Jahr 1992 hat sich der Betrieb zu einem international ausgerichteten Produktionsstandort entwickelt. Heute werden dort täglich rund eine Million Pizzen hergestellt, die von Wittenburg aus in etwa 50 Länder geliefert werden.
Auf der Suche nach einem zweiten Produktionsstandort für Pizza in Deutschland entschied sich Dr. Oetker insbesondere aufgrund der günstigen geografischen Lage für Wittenburg. Die direkte Anbindung an die A24 sowie die Positionierung als Verbindungspunkt in den Norden machen den Standort heute zu einem zentralen logistischen Knoten, vor allem für internationale Märkte.
Das Werk verfügt über ein Logistikzentrum mit nahezu 30.000 Palettenplätzen, das die erforderlichen Kapazitäten sicherstellt. Präzise aufeinander abgestimmte Infralogistik-Prozesse sowie eine effiziente Abwicklung ermöglichen es, Produkte termingerecht und in gleichbleibender Qualität in rund 50 Länder zu liefern.
Die Produktvielfalt des Standorts Wittenburg zeigt sich in der Herstellung von aktuell neun verschiedenen Pizza-Submarken von Dr. Oetker. Das Spektrum reicht von der knusprig-dünnen Ristorante, über die im Steinofen vorgebackene Tradizionale bis hin zur Rohteigpizza Die Ofenfrische. Darüber hinaus werden im Werk auch spezifische Produkte für internationale Märkte gefertigt. Ein Beispiel ist die für die Benelux-Länder produzierte La Margherita, bei der die Soße bereits vor dem Backen aufgetragen wird.
Seit Juli 2024 ergänzt die Produktreihe La Mia Familia Pizzabrote das Sortiment. Zum in Wittenburg hergestellten Portfolio gehören außerdem der Bistro Flammkuchen, die Pietro Pizzi sowie die Pizza Perfettissima für den Professional-Bereich.
Um diese Produktvielfalt langfristig zu sichern, investiert Dr. Oetker fortlaufend in die technische Weiterentwicklung des Standorts. Ein zentrales Beispiel ist eine neue Hochleistungslinie, die im Februar 2025 in Betrieb genommen wurde.
Die Anlage verfügt über modernste Hybrid-Backtechnologie und ermöglicht eine Produktionskapazität von rund 350.000 Pizzen pro Tag. Die Qualität der hergestellten Produkte wird durch tägliche Verkostungen im Rahmen standardisierter Prüfprozesse sichergestellt.
In einer Region mit herausfordernden strukturellen Bedingungen zeigt der Standort Wittenburg, dass die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender durch ein technologisch anspruchsvolles Arbeitsumfeld unterstützt werden kann. Mit über 1.000 Mitarbeitenden ist Dr. Oetker der größte Arbeitgeber vor Ort und übernimmt eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Stabilität der Region.
Die Mitarbeitenden bilden die zentrale Grundlage des betrieblichen Erfolgs. Am Standort kommen vielfältige und bereichsübergreifende Teams zusammen, in denen unterschiedliche berufliche Hintergründe und Generationen vertreten sind.
Dr. Oetker bietet ein modernes Arbeitsumfeld, in dem neue Produktentwicklungen aktiv mitgestaltet werden können. Das Unternehmen legt Wert auf Arbeitssicherheit, respektvolle Zusammenarbeit und eine vielfältig zusammengesetzte Belegschaft. Zu den Rahmenbedingungen gehören umfassende Gesundheitsangebote, eine wettbewerbsfähige Vergütung sowie strukturierte Einarbeitungsprozesse. Ergänzend sorgen verlässliche Schichtplanung, verschiedene Arbeitszeitmodelle und interne Entwicklungsmöglichkeiten für zusätzliche Perspektiven.
Unser Blick in die Zukunft ist untrennbar mit Nachhaltigkeit verknüpft.
Deshalb arbeiten wir konsequent daran, Ressourcen zu schonen und unsere Produktion immer effizienter zu gestalten. So vermeiden wir Lebensmittelabfälle konsequent: Nicht perfekt gebackene Teigböden vermahlen wir und geben sie dem nächsten Teigansatz wieder bei, Käse, der beim Bestreuen der Pizza daneben fällt, wird aufgefangen und erneut eingesetzt. Seit 2020 konnten wir so bereits 8.582 Tonnen Lebensmittelabfälle vermeiden. Auch bei der Verpackung sparen wir Material ein: Unsere recycelbare Pizzafolie ist seit 2024 zusätzlich 14 % dünner, das reduziert unseren Kunststoffverbrauch deutlich.
Vier Photovoltaikanlagen versorgen den Standort mit erneuerbarem Strom. Zwei neue Wärmepumpen werden künftig rund 80 % des benötigten Wassers elektrisch erhitzen und ermöglichen es uns, bis zu 30 % des Gasverbrauchs durch Ökostrom zu ersetzen. Mit zwei modernen Hybridöfen können wir zudem eine komplette Produktionslinie vollständig mit grünem Strom betreiben.
Thierry Krauser
Pressesprecher Wirtschaft / Standorte